Veröffentlichungsdruck – Bloggen under Pressure

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Dieses Mal geht es um ein Thema, das ich einmal lapidar den „Veröffentlichungsdruck“ nennen möchte. Wie oft „muss“ man denn bloggen und was tun, wenn einem schlicht und ergreifend gerade nichts einfällt, über das es sich zu schreiben lohnt?

Mit diesem Veröffentlichungsdruck war bestimmt schon jeder mindestens einmal konfrontiert, der einen Blog betreibt. Sei es nun privat oder beruflich. Denn ein Blog verlangt vor allem eines: In regelmäßigen Abständen veröffentlichte Beiträge.

Auch ich predige natürlich, dass ein Redaktionsplan her muss und, dass Google und eure Leser es sehr schätzen, wenn einmal, zweimal, vielleicht sogar dreimal die Woche neue Beiträge veröffentlicht werden. Damit setzt man sich aber naturgemäß auch einem Druck aus. Kreativität auf Knopfdruck und unter Zeitdruck ist schlichtweg nicht realistisch.

Wird das Bloggen dir zur Qual…

Ich merke an mir selbst, dass sich dieser Druck auf mein Gemüt und meine Kreativität auswirkt. Das Bloggen wird in diesen Momenten regelrecht zur Qual. Dieses Gefühl wirkt sich dann natürlich auf die Qualität des Endproduktes aus. (In Qualität steckt übrigens die Qual schon im Wort.) Blogartikel werden langweilig, die Themen banal und der erzielte Effekt verkehrt sich zum genauen Gegenteil davon, was man ursprünglich erreichen wollte. Die Leser danken es einem eben nicht, wenn man nur etwas veröffentlicht, um etwas veröffentlicht zu haben.

Ich habe für mich selbst ein paar Regeln aufgestellt, an die ich mich in Zukunft halten möchte, um den Spaß am Bloggen zu bewahren. Vielleicht helfen diese Punkte ja auch anderen Bloggern unter euch da draußen, egal ob ihr privat oder für einen Corporate Blog schreibt.

  1. Ich fülle Lücken im Redaktionsplan nicht auf, wenn ich kein gutes Thema dafür finde. So laufe ich weniger Gefahr banale Themen aufzugreifen, die für meine Leserschaft nicht relevant sind.
  2. Wenn ich auf das nächste geplante Thema keine Lust habe, dann reihe ich es nach hinten. Damit verhindere ich, dass ich einen (schlimmstenfalls) schlechten Artikel zu einem guten Thema schreibe.
  3. Der Redaktionsplan wird laufend angepasst. Aktuelle Themen ziehe ich vor, „Evergreens“ müssen dafür weichen. Für meinen privaten Blog existiert gar kein Plan, hier schreibe ich sehr spontan, was mir Spaß macht und wann ich will.
  4. Ich setze auf Klasse statt Masse. Im Redaktionsplan stehen weniger, dafür ausgwählte Themen, die wirklich sinnvoll sind und einen Mehrwert für den Leser bieten.

Was mich aber noch viel mehr interessiert: Wie geht ihr mit diesem Thema um? Wie helft ihr euch selbst aus dem Motivationsloch? Oder seit ihr vielleicht ganz anderer Meinung? Ich freue mich über Comments!

 

Schon etwas ältere, aber tolle Artikel zu dem Thema:

Corporate Blogs: Nicht nur ‚Schreiben um des Schreibens willen‘ – Inspiration mit Strategie

Wenn dich das Bloggen unter Druck setzt.

 

 

Und hier noch für alle, die dank der Headline auch dieses Lied im Ohr haben:

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