Snack Content

Snack Content – Kleckern statt Klotzen

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Wenn ich mein eigenes Surfverhalten beobachte, bin ich manchmal schon etwas besorgt. Meine Aufmerksamkeitsspanne scheint im Gegensatz zu früher deutlich abgenommen zu haben. Ich überfliege Artikel nur. Videos breche ich ab, wenn nach 10 Sekunden nichts Spannendes passiert. Und auch wenn mich ein Thema interessiert, scrolle ich nach unten, um zu sehen, wie lang der Artikel noch ist. (Wer jetzt auch scrollt, dem sei gesagt: So lange ist der Text nicht, keine Sorge :))

 

Goldfische haben eine längere Aufmerksamkeitsspanne

Es geht aber nicht nur mir so. Ob das tröstlich ist oder nicht, ist natürlich fraglich. Microsoft hat eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8 Sekunden 2013 gesunken ist. Das ist eine Sekunde kürzer als die eines Goldfischs. Durch das Übermaß an Informationen, die jede Sekunde über die Medien auf uns hereinprasseln, sind wir scheinbar dazu übergegangen zu scannen.

Dieses Verhalten wird durch die parallele Nutzung von mehreren Endgeräten noch verstärkt. Wenn der Fernseher läuft, aber das Programm nicht so interessant ist, haben wir schnell ein anderes Gerät bei der Hand, mit dem wir surfen können. Wer kennt das nicht?

 

Seid ihr noch da?

Die 8 Sekunden sind um und die Hälfte der Leser beschäftigt sich schon mit einem ganz anderen Thema. Jetzt wird es aber für alle Werbetreibenden interessant: Wie geht man mit diesem Phänomen um?

Schon einmal etwas von Snack Content gehört?

Die Idee ist simpel: Animierte Gifs, Kurz-Videos, Sprüche auf Bildern sind sogenannte Content-Snacks. Sie zeichnen sich durch kurze, meist witzige Botschaften aus, die sich vor allem auf Social Media Plattformen großer Beliebtheit erfreuen. Damit kann man idealerweise Neugier wecken, damit die Aufmerksamkeit im besten Fall länger als die angesprochenen 8 Sekunden hält.

 

Im Sinne des Snack Contents werde ich diesen Text auch nicht unnötig in die Länge ziehen, sondern möchte von euch wissen: Snack Content – gute Idee oder begünstigt er nur unseren geistigen Verfall? Freue mich über Comments!

 

Hier erfahrt ihr mehr zum Thema Snack Content:

2 Gedanken zu „Snack Content – Kleckern statt Klotzen

  1. Hallo Birgit,

    ja, du hast recht – die Aufmerksamkeitsspanne scheint deutlich abzunehmen. Aber liegt es nur an uns oder an unserer Zeit? Vielleicht können wir es ja erneut lernen, uns länger auf etwas zu konzentrieren. Bis dahin finde ich deine Idee mit dem Snack-Content gar nicht so übel.
    Aber welche Art von Content würdest du empfehlen? Video? Bild? Info-Snack?
    Deine Meinung interessiert mich ebenso 🙂

    LG
    Janine

    1. Hi Janine,
      vielen Dank für dein Kommentar! Du hast natürlich recht, das liegt ganz sicher an unserer Zeit und den Technologien, die wir nutzen. Ob wir es jemals wieder lernen, uns länger zu konzentrieren, sei dahingestellt – es scheint ja mehr in die Gegenrichtung zu gehen 😉

      Ich würde eine Mischung der Contentarten empfehlen, Abwechslung ist sicher auch ein Rezept für mehr Aufmerksamkeit. Ich würde mich da nicht auf eine Art von Content beschränken wollen. Wie siehst du das?

      Liebe Grüße,
      Birgit

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